Die CVP vergisst das Kleingewerbe und die Arbeitnehmenden

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Eine Verlängerung der Öffnungszeiten am Samstagabend entspricht keinem ausgewiesenen Bedürfnis und schadet vor allem dem Kleingewerbe. Ohne Gesamtarbeitsvertrag werden sich die Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal weiter verschlechtern.

Schon jetzt werden die gesetzlich erlaubten Öffnungszeiten bis 20 Uhr von Montag- bis Freitagabend von der Mehrheit der Geschäfte in Basel nicht ausgeschöpft, weil es sich für diese wirtschaftlich schlicht nicht lohnt. Neue Arbeitsplätze werden mit längeren Öffnungszeiten kaum geschaffen. Eine weitere Verlängerung schadet vor allem den kleinen Familienbetrieben in den Quartieren, die bereits heute verlängerte Öffnungszeiten nutzen können. Diese Nischenakteure würden zugunsten weniger Grossunternehmen bedrängt werden.

Zudem ist die Zeit am Samstagabend für das Familien- und Sozialleben der Verkäuferinnen und Verkäufer essentiell. Solange es keinen Gesamtarbeitsvertrag gibt, welcher die Rechte des Verkaufspersonals schützt, ist eine Reduktion dieses wichtigen Zeitfensters abzulehnen.

Mit dem Heraufbeschwören der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Innenstadt sollen das Kleingewerbe und das Verkaufspersonal schlechter gestellt werden. Die SP Basel-Stadt kann dies nicht tolerieren und lehnt diese Zwängerei, die Wenigen mehr Umsatz erhoffen lässt, klar ab.