Während vieler Jahre nahm Basel in Sachen Veloförderung eine gesamtschweizerische Vorbildfunktion ein. Doch diese «goldenen» Velojahre sind leider vorbei. Heute zeigen Städte wie Winterthur, Burgdorf oder Zug eindrücklich, was notwendig und möglich ist, um die Sicherheit für Velofahrende und damit die Attraktivität des motorlosen Zweirades als schnellstes und umweltfreundlichstes Fortbewegungsmittel im innerstädtischen Verkehr zu verbessern.
Dass die Situation für Velofahrende auf Stadtbasler Gebiet stark verbesserungsfähig ist, beweisen auch die zahlreichen politischen Vorstösse zum Thema «Velo» im Grossen Rat – allein im vergangenen Jahr waren es rund zwanzig. Zwar werden auch in Basel – finanziert aus Mitteln des Velo-Rahmenkredites – punktuell Verbesserungen in Angriff genommen. Doch die Tatsache, dass der erwähnte Rahmenkredit bis zum Ende seiner Laufzeit kaum ausgeschöpft wird, macht deutlich, dass das Velo in den Überlegungen der hiesigen Verkehrsplaner noch viel zu oft eine untergeordnete Rolle spielt.
Statt da und dort mit zwar gut gemeinten, aber oft wenig durchdacht platzierten und deshalb nicht selten sogar kontraproduktiven «Pflästerli» die grössten Probleme der Velofahrenden lösen zu wollen, braucht es nun endlich eine Gesamtschau.
Die SP fordert deshalb vom Regierungsrat schnellst möglich einen kantonalen «Masterplan Velo». Um ihrer Forderung nach einer Gesamtschau Nachdruck zu verleihen und um die aktuell grössten Probleme rasch und pragmatisch anzugehen, wird die SP anlässlich der Aprilsitzung des Grossen Rates fünf weitere Vorstösse mit ganz konkreten Massnahmen für den Veloverkehr einreichen. Dabei geht es unter anderem um eine dringend notwendige Verbesserung der Verkehrssicherheit für Velofahrende im Gebiet Dreispitz, um den längst überfälligen Ausbau der Veloroute Riehen–Basel sowie um staatliche Förderbeiträge für gedeckte Veloabstellplätze auf Allmend nach einem Modell, das sich etwa in den beiden deutschen Städten Hamburg oder Dortmund sehr bewährt hat.

