Die SP Basel-Stadt ist angesichts der handstreichartigen Auswechslung und Entlassung von Chefredaktor Matthias Geering besorgt über die künftige journalistische Ausrichtung der «Basler Zeitung».
Die von
der SP gehegte Befürchtung, dass die «Basler Zeitung» mit ihrem Verkauf
an eine von Martin Wagner und Tito Tettamanti angeführte
Investorengruppe eine neue politische Ausrichtung erfahren könnte,
scheint sich zu bewahrheiten. Mit der Einsetzung des als
rechtskonservativ bekannten «Weltwoche»-Journalisten Markus Somm als
neuen Chefredaktor scheinen die «BaZ»-Besitzer definitiv das Ende der
traditionell liberalen und weltoffenen Haltung der «Basler Zeitung»
einläuten zu wollen.
Von der menschlichen Tragik der Entlassung des bisherigen Chefredaktors und Raphael Suter als weiteres Mitglied der Chefredaktion einmal ganz zu schweigen, scheint die journalistische Unabhängigkeit der «BaZ» spätestens seit heute Morgen ernsthaft zur Disposition zu stehen. Die SP fordert deshalb die Verleger und ihren neuen Chefredaktor auf, sich nicht wie bisher bloss mit Worten, sondern auch mit dem journalistischen Tatbeweis zur publizistischen Verantwortung der «BaZ» als wichtigste Stimme in der Nordwestschweizer Medienlandschaft zu bekennen.


