SP Basel-Stadt

Rebgasse 1

Postfach

4005 Basel

 

Öffnungszeiten des Sekretariates:

 

Mo,Di,Do: 10-12 Uhr, 14-16 Uhr

 

Mi: 10-12 Uhr

Fr: Geschlossen

 

Tel 061 685 90 20
Fax 061 685 90 29

Postkonto: 40-1398-8 

sekretariat@sp-bs.ch

 

Newsletter

Wort des Tages

Evaluation
Es gab einmal einen König, so erzählt uns Borges, der sein Land vermessen lassen wollte. Trotz grosser Anstrengungen der Kartographen waren ihm die Landkarten nie genau genug. Zu guter Letzt liess er eine Karte herstellen, die denselben Umfang hatte wie das zu vermessende Land. Sämtliche Einwohnerinnen und Einwohner des Königreichs wurden gezwungen, am Werk mitzuarbeiten.

 

Mandala

Das Mandala ist ein meist kreisförmiges symbolisches Gebilde. Mit dem Buddhismus fand das Mandala seine Verbreitung als Meditationsobjekt. Im Kindergarten und der Primarschule wird es flächendeckend eingesetzt.

weiterlesen »

Isch kandidiere!

Tagesschau vom 31.August 2010, 19.30 Uhr: Gleich zu Beginn der Sendung traten überraschenderweise Mike Müller und David Bröckelmann auf. Zwischen ihnen beiden eingekesselt Viktor Giacobbo alias Erwin Bischofberger, der etwas verschüchtert und mit gehetztem Blick den anwesenden Journalisten vorgeführt wurde. Die Hände hielt er vor dem Hosenschlitz aufeinandergelegt, als wären ihm Handschellen angelegt worden. Die typische Buchhalter Erwin Bischofberger-Pose, wenn er grossbrillig, naiv und seitengescheitelt von seinem fiesen Chef vorgeführt und verheizt wird. Boahh! Da war ich aber baff erstaunt, dass die Satire-Sendung Giacobbo/Müller - late service public nun in die Tageschau integriert wurde!

 

Das Bild war leicht unscharf und ich suchte meine Brille. Als ich sie aufsetzte, war die Überraschung noch viel, viel grösser!!! Der vermeintliche Mike Müller entpuppte sich als der echte Toni Brunner und David Bröckelmann sah plötzlich aus wie Caspar Baader. Bei dem vorgeführten Erwin Bischofberger handelte es sich in Tat und Wahrheit um den zum SVP- Bundesratskandidaten erkorenen Nationalrat Jean François Rime! So wie der panisch aus dem Fernseher schaute, tat er dies wohl kaum freiwillig! Erstaunlich ist, dass der arme Kerl aber auch wirklich kaum von Erwin Bischofberger zu unterscheiden war!

 

Bei einer Kurzaufnahme von ihm, bei der er unbewacht in ein Mikrofon sprechen durfte, outete er sich als Nicht-Partei-Hardliner, als nicht-interessiert an der SVP-Ausländerpolitik und dass er das Wort „Europa" nicht als Schimpfwort verstehe. Vermutlich droht ihm nach seinem Schauspieldebut, bei dem er den SVP-Strategen als Scheinkandidat zu Verfügung stehen muss, der Ausschluss!

Wie sang einst schon der Liedermacher Franz Josef Degenhardt: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder..." Hättest wohl besser auf ihn gehört, armer Jean François!

 

regina.rahmen@bluewin.ch