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Nichtzubeneiden-Jobs

«Nein, ich will meine Krankenkasse nicht wechseln.», «Vielen Dank, ich möchte keine Tiefkühlprodukte. Auch nicht wenn sie ab 100 Kilo nur noch die Hälfte kosten!», «Bitte nicht, ich kaufe das Toilettenpapier beim Grossverteiler», «Nein, ich möchte Ihnen keine Auskunft geben über meine Einkünfte», «Die süddeutsche Lotterie interessiert mich einen Sch...!», «LASSEN SIE MICH IN RUHE!!!»

So ein freier Vormittag zuhause kann ganz schön nervig werden.

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Migration

Jaja, muss es zugeben: bin ein richtiges Heimchen und habe nie mehr als ein halbes Jahr am Stück ausserhalb der Schweiz verbracht. War deshalb auch nie Zielgruppe von Integrationspolitikern. Musste nie irgendwo einen Sprachtest absolvieren oder meine Integrationsfähigkeit unter Beweis stellen. Innerhalb des Kantons ist das ohnehin noch nicht üblich. Gottseidank. Sonst hätte ich womöglich bereits wieder von Riehen nach Basel zurückwandern müssen.

Ganz ehrlich gesagt hat aber meine Migration von Basel nach Riehen vor ein paar Jahren tatsächlich so etwas wie einen kleinen Kulturschock bei mir ausgelöst! Und der ist noch nicht überwunden und ich finde erst noch keine integrativ wirkenden Angebote, die mir da behilflich sein könnten...

Da tritt man als ortsfremde Zuzügerin aus fünf Kilometern Entfernung durchaus mal in Fettnäpfchen. Also, das war so: Am Wahlforum (wo man sich am 7. Februar, dem Wochenende der Riehener Gesamterneuerungswahlen, treffen musste, um zu wissen, wer denn nun die Geschicke des „grossen, grünen Dorfes“ leiten wird) habe ich etwas Zeit beim Aschenbecher ausserhalb der „Alten Kanzlei“ verbracht. Irgendwann musste mich so owerdressder Freisinniger mitbegrüssen. Anstandshalber. Weil ich gerade mit zwei ehemaligen Gemeinderäten geraucht habe. Da wollte ich auch freundlich sein und habe ihm zu seiner Wahl in den Einwohnerrat gratuliert. Es kam nicht von Herzen und war ohnehin daneben, weil der Mann ja in die Dorfregierung will und meine Gratulation eher als Zumutung empfand. Aber eigentlich kenne ich ihn ja nur von Fotos und so musste ich seinen vernichtenden Blick halt einfach hinnehmen.

Also ehrlich gesagt, ich bin vom kuschligen und politisch ziemlich korrekten Kleinbasel in das bürgerliche Homeland von Basel-Stadt gezogen. Seit dem letzten Wochenende wohne ich parlamentarisch aber in einem bürgerlich-nationalkonservativen Homeland. Das tut weh - sehr sogar!

Hoffen wir, dass die roten und grünen KandidatInnen für den Gemeinderat auch im zweiten Wahlgang ihre starken Ergebnisse aus der ersten Runde mitnehmen können! Erstaunlicherweise wurden die Resultate für die Bestellung des Einwohnerrates bei der Wahl des Gemeinderates in keiner Weise wiedergespiegelt! Wie bereits bejammert – mein Verständnis für die neue Kultur ist noch nicht so ganz vollständig.

Regina Rahmen