Der Regierungsrat ist im Gegenvorschlag zur SP-Initiative “Kinderbetreuung für alle” bereit, jährlich 27,7 Millionen Franken für tiefere Elternbeiträge und mehr Qualität in den Basler Kitas aufzuwenden. Die SP Basel-Stadt freut sich, dass dank ihrer Initiative die Familien im Kanton entlastet und die Arbeitsbedingungen in den Kitas verbessert werden sollen.

Ob die vom Regierungsrat vorgeschlagenen Massnahmen ausreichen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zukunftsgerichtet zu gestalten und Familien endlich angemessen zu entlasten, wird das Initiativkomitee der SP nach gründlicher Analyse der vorgeschlagenen Massnahmen beurteilen.

Wie erwartet nimmt der Gegenvorschlag das Anliegen einer grundsätzlich kostenlosen familienergänzenden Betreuung nicht auf, sondern setzt auf eine Erhöhung der Unterstützungsbeiträge. Dies ist insofern schade, dass damit die familienergänzende Betreuung weiterhin nicht Service public und nicht integrierter Teil des Bildungssystems werden soll.

Den Initiant:innen ist es insbesondere ein Anliegen, die Chancengerechtigkeit deutlich zu erhöhen und für mehr Prävention und Integration zu sorgen. In keinem Land müssen Familien so viel für die familienergänzende Betreuung bezahlen wie in der Schweiz. Dabei ist es erwiesen, dass jeder Franken, der für eine Unterstützung von Familien mit kleinen Kindern ausgegeben wird, später mehrfach eingespart werden kann. Eine bessere Zugänglichkeit der familienergänzenden Betreuung ist entsprechend auch ein wichtiges Anliegen der Wirtschaft, die auf unsere Fachkräfte angewiesen ist.

Damit das benötigte Angebot gut funktioniert, braucht es auch im Kanton Basel-Stadt Anpassungen bei den finanziellen Vorgaben an die Kitas. Diese verunmöglichen es bisher, ausreichend Fachpersonal zu beschäftigen. Der Bestand und die Qualität der Betreuung muss deshalb mit zusätzlichen Mitteln gesichert werden.

18. Nov 2022