Heute Mittag hat die SP Basel-Stadt ihre Initiative “Kinderbetreuung für alle” eingereicht. Die nötigen 3000 Unterschriften wurden innert kürzester Zeit gesammelt.

Die SP Basel-Stadt hat im Juni ihre Initiative für eine öffentlich finanzierte familienergänzende Kinderbetreuung lanciert. In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten auf der Strasse und haben fleissig Unterschriften für die Initiative gesammelt. Innert kürzester Zeit sind die nötigen 3000 Unterschriften zusammengekommen – und dies trotz Sommerpause, Wahlkampf und Corona.

Die Gespräche auf der Strasse haben gezeigt, dass die SP Basel-Stadt mit der Initiative den Nerv der Zeit getroffen hat. “Vor allem bei jungen Familien, welche direkt von den aktuell hohen finanziellen Beiträgen für die familienergänzende Kinderbetreuung betroffen sind, kam die Initiative sehr gut an. Aber auch ältere Generationen sehen, dass junge Familien heutzutage sehr unter Druck sind und dringend entlastet werden müssen”, so Melanie Nussbaumer, Vizepräsidentin der SP Basel-Stadt. 

Gleichzeitig mit der Unterschriftensammlung wurden verschiedene Studien publik, die zeigen, dass der wirtschaftliche Mehrwert die staatlichen Investitionskosten für familienergänzende Kinderbetreuung um ein Vielfaches übersteigt.[1] Kaspar Sutter, Regierungsratskandidat der SP Basel-Stadt, ergänzt: “Mitarbeitende, die Beruf und Familie vereinbaren können, liegen auch im grossen Interesse der Wirtschaft.”

Die SP setzt sich auch im Parlament für familienpolitische Anliegen ein. So reichten SP-Grossrätinnen im Juni 2019 eine Motion für eine Elternzeit ein.“Nach dem deutlichen nationalen Abstimmungsresultat beim Vaterschaftsurlaub erwarten wir vom Regierungsrat, dass Basel selbstbewusst den nächsten Schritt wagt” so Melanie Nussbaumer weiter.



[1] Quellen:https://www.equality.ch/pdf_d/Literaturreview_Kitabetreuung_final.pdf& https://nzzas.nzz.ch/schweiz/krippen-frueh-foerdern-zahlt-sich-aus-ld.1576390

 

16. Okt 2020