Die SP Basel-Stadt und das Bündnis Grüne /BastA! begrüssen, dass Gymnasialquoten gesenkt werden sollen. Die rot-grünen Parteien kritisieren aber das Vorgehen, wie Massnahmen beschlossen werden und damit die bisher gute Zusammenarbeit zwischen dem Erziehungsdepartement und der Kantonalen Schulkonferenz Basel-Stadt gefährdet wird.

Knappe Mehrheitsverhältnisse

Die Gymnasialquote von 45% ist in den Augen von SP, dem Bündnis Grüne/ BastA! auch für einen Stadtkanton sehr hoch. Daher unterstützen sie grundsätzlich, diese zu senken. Das Erziehungsdepartement (ED) sieht nun aber einen Massnahmenplan vor, der nur mit knappem Mehrheitsentscheid nicht zurückgewiesen wurde.

Entscheid von oben

Die Massnahmen zur Senkung der Gymnasialquote und der Änderung der Laufbahnverordnung an der Schnittstelle Primar-/ Sekundarschulewurden schon öffentlich bekannt gemacht, bevor sie im Erziehungsrat besprochen werden konnten. 

Bisher wurden solche einschneidenden Massnahmen immer in Absprache mit verschiedenen Interessengruppen abgesprochen, um konsensfähige Lösungen zu finden. Weder Vertreter*innen der Kantonalen Schulkonferenz Basel-Stadt (KSBS) noch Lehrpersonen wurden in die Ausarbeitung der vorliegenden Massnahmen einbezogen. Das Vorgehen von Regierungsrat Conradin Cramer gefährdet also die gute Zusammenarbeit zwischen ED und KSBS. Die SP Basel-Stadt und das Bündnis Grüne /BastA! bedauern dies sehr.

Berufseinsteiger*innen fördern

Insbesondere vermissen die rot-grünen Parteien griffige Massnahmen, um die Quote der Berufseinsteiger*innen nach der Volksschule zu erhöhen. Dort liegt die Quote im Moment bei lediglich 6%.

 

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
Michela Seggiani, Erziehungsrätin SP BS  076 374 84 92
Beatrice Messerli, Erziehungsrätin Bündnis Grüne/BastA! 079 671 68 93

07. Jun 2018