Die SP Basel-Stadt ist enttäuscht, dass der Kanton kein Kaufangebot für das Teilareal der Novartis abgegeben hat. Mit dem Kaufverzicht verpasst der Kanton die Chance, die Entwicklung des Areals selber in die Hand zu nehmen und den Willen der Basler Stimmbevölkerung umzusetzen.

Der Boden in Basel ist begrenzt. Seit Jahren verringert sich der bezahlbare Wohnraum in der Stadt. Schon mehrfach hat die Basler Stimmbevölkerung gezeigt, dass sie vom Kanton eine aktive Boden- und Wohnpolitik fordert. So nahm sie im Jahr 2016 die neue Bodeninitiative deutlich an und stimmte am 10. Juni 2018 den vier Wohninitiativen zu. 

Parteipräsident Pascal Pfister: «Wir können den Entscheid der Regierung nicht nachvollziehen, nun möchten wir Antworten weshalb.»Der Kanton Basel-Stadt hat es mit dem Kaufverzicht die Chance verpasst, das KlybeckPlus-Areal selbständig zu entwickeln und damit eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Bevölkerung sicher zu stellen. SP-Grossrätin und Anwohnerin Sarah Wyss hat heute Morgen deshalb eine Interpellation eingereicht, in welcher Antworten von der Regierung gefordert werden, aber auch deren kommenden Absichten. «Eine solche Chance dürfen wir nie wieder verpassen.», so die Interpellantin. 

Unabhängig von den neuen Besitzverhältnissen, hält die SP Basel-Stadt an ihrer Forderung fest, dass auf dem KlybeckPlus-Areal mindestens 50 % gemeinnütziger Wohnraum entstehen soll. Zudem muss die Entwicklung des Areals zusammen mit der Bevölkerung geschehen. Sie werden die notwendigen Massnahmen ergreifen um dies zu erreichen. 

24. Mai 2019