Die SP Basel-Stadt anerkennt die Schwierigkeiten, mit denen sich die Messe konfrontiert sieht. Sie warnt aber davor, dass Kind mit dem Bad auszuschütten. Die Messe ist für Basel-Stadt volkswirtschaftlich relevant. Der Kanton darf deshalb seine Beteiligung und Mitsprache nicht aufgeben.

Angesichts der Berichterstattung über die Interpellation von GLP-Grossrat David Wüest-Rudin zur MCH Group gilt festzuhalten: Die Messe ist aufgrund von Marktveränderungen vor strategische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Nach sehr profitablen Jahren muss sie sich neu aufstellen. Der Kanton Basel-Stadt hat ein vitales Interesse, die Beteiligung der Messe zu halten. Der Zweck der Beteiligung ist nicht die Rendite, sondern dass der Standort Basel ein guter Handels- und Kongressstandort sein kann. Das liegt im volkswirtschaftlichen Interesse des Kantons. Auch 2018 verzeichnete Basel-Stadt zum 13. Mal in Folge einen Rekord an Logiernächten. Daran haben auch Messen und Kongresse ihren Anteil. 

Wenn sich für Grossrat Wüest-Rudin gemäss seiner Interpellation nun «im Sinne einer finanziellen Schadensbegrenzung für die baselstädtischen Steuerzahlenden ein rascher Ausstieg des Kantons aus der MHC Group aufdrängt», dann verkennt er die nach wie vor relevante volkswirtschaftliche Bedeutung der Messe. Die SP betrachtet die MCH Group als kein rein privatwirtschaftliches Unternehmen. Die Beteiligung des Kantons und die Mitsprache über von der Regierung gewählte VerwaltunsgrätInnen bleibt für die SP zwingend. Letztere haben die Interessen des Kantons als Standort zu vertreten.

08. Mai 2019